20 Jahre ARENA
Mit dem Ziel junges, unkonventionelles und innovatives StudentInnentheater zu fördern trat ARENA 1990 zum ersten Mal auf dem Erlanger Parkett in Erscheinung. Die örtliche Kulturszene sollte von nun an um eine zukünftige, rebellische Institution bereichert werden. Das studentisch organisierte Festival wirkte mit seinen ungewöhnlichen experimentellen Performances wie eine Frischzellenkur für die verkrusteten Stadttheaterstrukturen.
Dass dieses wenig konforme Projekt Zukunft haben sollte, hat damals noch niemand geglaubt, zu groß war die Finanznot und die fehlende personelle Kontinuität. Doch den stetig wechselnden Organisationsteams gelang es Jahr für Jahr auf ein Neues ARENA zu realisieren. Dabei war es möglich immer wieder neue Formen der Gestaltung und Organisation auszuprobieren.
Zusätzlich dazu wurde das Angebot an Programmpunkten stetig gesteigert. Schon nach dem ersten Festival 1990 wurde 1991 die erste ARENA-Koproduktion realisiert. Von anfänglich 10 KünstlerInnengruppen, die bei ARENA zu Gast waren, steigerte sich die Zahl schnell bis 1996 auf 17. Mit der Zeit kamen Workshops, eine Jury, Preise, Publikumsgespräche, eine Festivalzeitung und schließlich ein Kamerateam als fester Bestandteil hinzu.
Dank der Kreativität, dem Engagemant und der Liebe zur Gestaltung mit der die Organisationsteams ARENA nährten, wuchs das Festival heran, ohne seine Ursprünge zu vergessen. So wurde und blieb ARENA was es ist: frei, studentisch, jung, unkonventionell, experimentell, profesionell, unprofesionell, basisdiktatorisch, monodemokratisch und wunderschön.
Im Jahr 2010 wollen wir nicht nur die Turbulenz dieser Geschichte thematisieren, sondern feucht fröhlich in die Zukunft blicken. Die Zukunft im Jetzt genießen, um später nicht sagen zu müssen:
„Die Zukunft war früher auch besser.“