Zukunft aufs Brot ARENA… der jungen Künste findet vom 15. bis 20. Juni in Erlangen statt und steht unter dem Motto Zukunft aufs Brot. Bewerbungsschluss ist der 12. Februar 2010.

Siemens lässt die Puppen tanzen:

Figu 2011 gerettet!

ARENA… der jungen Künste feiert zwar noch in diesem Jahr unter dem Motto „Zukunft aufs Brot!“ sein 20-jähriges Jubiläum, bangt aber angesichts des Sparzwangs der Stadt Erlangen um seine Zukunft. Zwar ist die Finanzierung für das diesjährige Festival, das vom 15. - 20. Juni in ganz Erlangen stattfinden wird, trotz Kürzungen durch die Stadt gesichert, aber ob auch im nächsten Jahr die Ausfälle durch Fördermittel privater Sponsoren ausgeglichen werden können, bleibt fragwürdig.

Dass gerade kulturelle Einrichtungen am stärksten unter den Einsparungen zu leiden haben, kann von uns als ehrenamtlich arbeitenden Kulturschaffenden nicht als Status quo angenommen werden.
Zwar ist die Nachricht, dass Siemens als Großsponsor die Finanzierung des Figurentheaterfestivals sichert sehr erfreulich, aber dies darf von der Stadt auf keinen Fall als Freibrief dafür gelesen werden, sich aus der Verantwortung zu ziehen. Kultur sollte ein schützenswertes Allgemeingut bleiben, das nicht nur aus privater Hand finanziert wird!

In Zeiten der Wirtschafts- und Bildungskrise sowie der sukzessiven Demontage der Kultur stecken wir den Kopf nicht in den Sand, sondern fordern kühn und unverdrossen unsere Zukunft ein. Und zwar nicht irgendwann, sondern Jetzt, am Morgen, zum Frühstück und direkt aufs Brot!

Ausschreibung

Wir brauchen keine großen, schwer verdaulichen Utopien, denn jeden Morgen wird Zukunft gefrühstückt. Das ARENA Theaterfestival 2010 will an seinem 20-jährigen Jubiläum nicht nur die eigene Vergangenheit feiern, sondern vor allem die Zukunft erforschen.

Jeder Mensch kennt die Momente, in denen einem der Anbruch der Zukunft bewusst wird, in dem sich etwas Entscheidendes für immer verändert hat und es kein Zurück mehr gibt. Die Zukunft, die vorher noch abstrakt und in zeitlicher Ferne schien, ist plötzlich eingetreten.
Aber egal! Was auch immer wir tun, tritt nicht immer und jetzt gerade die Zukunft ein? Findet die Zukunft nicht immer schon im Jetzt statt? Vielleicht machen nur kleine Details den Unterschied zwischen den unmerklichen und den traumatischen Veränderungen des Lebens aus. Aber wie entstehen diese Momente, in denen sich ein Lebensweg aufzweigt und eine Entscheidung von uns fordert? In denen neue Möglichkeiten durch die Kruste des Alltags brechen und uns herausfordern? Arena 2010 möchte auf die Suche nach diesen Momenten gehen und der Zukunft live beim Arbeiten zusehen.

Für das diesjährige Festival suchen wir Tanz- und Körpertheaterstücke sowie Performances, die sich sowohl mit der Alltäglichkeit des Zukünftigen auseinandersetzen als auch mit den Ereignissen, nach denen die Welt nie mehr dieselbe sein wird: Performances mit ungewissem Ausgang, die uns dazu zwingen, Entscheidungen zu treffen und uns aus unsrer Passivität herausreißen. Die Künstler und Künstlerinnen sind dazu aufgefordert, die Atmosphäre des Festivals aktiv mitzugestalten und spontan auf die Gegebenheiten, die sie hier vorfinden, zu reagieren. Zu diesem Zweck können sich die Künstler und Küstlerinnen auch zusätzlich zur eingereichten Performance mit einer weiteren kleineren Arbeit bewerben, die technisch unaufwendig und unkompliziert zu realisieren ist.

Im Rahmenprogramm bietet das Festival Raum für die unterschiedlichsten Kunstformen. ARENA zeigt sich offen für bildende Kunst, Film, Musik, Literatur und Hörkunst.

Holt euch jetzt die Bewerbungsunterlagen!
Wir freuen uns auf viele anregende Bewerbungen!

Zukunft aufs Brot - Bildung Jetzt!

ARENA… der jungen Künste erklärt sich solidarisch mit dem Bildungsstreik

Banner
Das Organisationsteam von ARENA… der jungen Künste solidarisiert sich mit dem bundesweiten Bildungsstreik, insbesondere mit den Besetzern des Audimax' der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Als ehrenamtlich kulturschaffende Studierende sind wir in der Planung und Umsetzung des ARENA-Festivals auf den Einsatz und das leidenschaftliche Engagement von Studierenden angewiesen.
Der Druck, den das reformierte Studiensystem evoziert hindert die Studierenden jedoch erheblich daran ihr Engagement in jenem zeitlichen Maße auszubreiten, das nötig wäre, um eine längerfristige personelle Kontinuität herstellen zu können. Daher unterstützen wir den Forderungskatalog der streikenden Studierenden der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg.
Wir hoffen, dass der Bildungsstreik seine Ziele erreicht. Prekäre ausbeuterische Kultur- und Bildungsverhältnisse müssen in Zukunft der Vergangenheit angehören.

www.faubrennt.de
www.bildungsstreik.net